"Gott wir preisen Deinen Namen..."
Gebetsgesang bei der kath. Gemeinschaft der Seligpreisungen in Emmaus-Nicopolis nahe Jerusalem, Israel.
* Auch zum "zelebrieren" einer Religion will ich etwas sagen. Ich persönlich finde es sehr bereichernd, aufbauend, energiespendend, wenn man Gott feiert, wenn man ihm dankt, wenn man zu ihm singt, zu ihm mit Hingabe betet ( ich singe einfach sehr gerne, das ist sicher auch für jeden unterschiedlich). Ich denke es ist nicht das "einzig" wichtige und Religion besteht nicht NUR aus Gottesdiensten, Andachten,
Meditiationszeiten, Festen, geselligem Beisammensein, aber es ist meines Erachtens wie ein "erquickender Brunnen", der einem neue Energie, neuen Mut, neue Lebenskraft für das gibt, was man sonst so den Tag über an Aufgaben und Herausforderungen zu bewältigen hat.
Wenn man nur arbeitet, kann es sein, dass man irgendwann total ausgelaugt ist und vielleicht nur noch aus Pflichtgefühl arbeitet... Es kann sein, dass man vergisst wofür man das tut, was man tut. Man kann sogar verbittert werden.
Ich denke wir arbeiten / tun alles, um uns Gott zu nähern und ihm ähnlicher zu werden, um ihm zu zeigen, dass wir ihn lieb haben - und ehrlich gestanden spielt sicher auch ein egoistisches Motiv mit "wir wollen uns von ihm geliebt wissen, ihn in
unserem Leben spüren"...
Vielleicht ist also ein wichtiger Antriebsmotor der Hunger nach Liebe und Anerkennung... nicht nur durch die Menschen um uns herum, sondern wir hoffen auf die Liebe und Anerkennung von höchster Quelle, von Gott....
... Das ist natürlicher - verstandesmaessig gesehener - völliger Humbug. Wenn wir glauben, was wir immer wieder hören, dann heißt es ja, dass Gott selbstlos und unermesslich, grenzenlos liebt. Und dass wir uns seine Liebe gar nicht verdienen müssen (dann hätten wir sicher verloren, denn wir sind einfach nicht perfekt). Er hat und immer geliebt, liebt uns jetzt und wird uns immer lieben, egal was wir tun.
Das ist für uns einerseits sehr schön zu hören, aber es klingt gleichzeitig auch unglaublich. Ich frage mich immer wieder: wie kann das sein, dass er mich liebt, wo ich doch so viel Schwachsinn in meinem Leben gebaut habe und sicher weiter bauen werde, wo ich alles andere als perfekt bin... ich selbst würde mich dafür erstmal gewaltig verdammen, mir in den Hintern treten etc… und Gott, wie muss er mich also erst anschauen, vor ihm kann ich ja wirklich gar nicht verbergen!...
Solche Gedanken sind menschlich, normal und...auch traurig... Ich glaube wir - ICH - habe so viel noch nicht wirklich INNERLICH begriffen... Wenn ich dann wieder darüber nachdenke, wie sehr Gott mich liebt, dass ich sein Kind bin, dass er mich in seine Arme nimmt, dass er nur darauf wartet, dass ich mich zu ihm wende und sage „ich bin bereit zu tun, was Du möchtest, denn ich liebe Dich, denn Du bist mein Gott, mein Vater, mein Freund…“… und wenn ich dann manchmal diese Liebe von Gott spüre, diese unsichtbare und doch fühlbare Umarmung, dann bin ich völlig gerührt und dankbar…
* Gott braucht unsere Gebete und Gottesdienste und auesseren Formen der Liebesbezeugung sicher nicht um sich "besser oder schlechter" zu fühlen... Ich glaube, er ist allmächtig, hat es also nicht nötig, dass wir ihn ein bisschen mehr oder weniger lieben. Davon ist sein Gemütszustand sicher nicht abhängig... die Frage ist, obere er so etwas wie einen "Gemütszustand" überhaupt kennt... Ich glaube Gott ist viel mehr also nur "persönlich" und ist nicht in eine Form pressbar...
Gott ist alles und nichts. Er ist im Diesseits sowie im Jenseits. Er ist nicht nur der Erschaffer dieser Welt, sondern all dessen was war, ist und jemals sein wird. Sichtbares wie Unsichtbares... Alles kommt von ihm, ist in ihm und ... Ach... Gott ist einfach gigantisch, er ist unfassbar... Wow,... wenn ich beginne über ihn zu schreiben, dann fällt mir immer mehr und immer neues ein.
Je mehr ich über ihn und das was ihn betrifft schreibe, umso mehr merke ich, dass ich einfach noch nicht mal ansatzweise seine Größe und Großartigkeit verstehe.
* Ich glaube was uns im Leben weiterhilft ist auf alle Fälle immer wieder vom neuen - am besten täglich - zu fragen "Wie kann ich diesen Tag vollendet leben, so dass ich in jedem Moment sagen kann "jetzt kann ich mein Leben beenden"...?"
Wenn ich denke, ich gehe am Sinn des Lebens vorbei, dann ist es sicher gut meinen "Kurs" zu korrigieren und mich wieder auf Gott / auf mein göttliches Ziel auszurichten. z.B. wenn ich merke, dass ich mit meinen Eltern gerade im Unreinen
bin, kann ich sagen "ok, heute nutze ich den Tag und tue die möglichen Schritte um zu einer Klärung / positiven Sichtweise + Begegnung etc. zu gelangen...
Ich bitte um Verzeihung wo ich Fehler gemacht habe und sage Danke oder/ und zeige Dankbarkeit für das, was mir an positivem entgegengebracht wird... (auch hier bin ich noch so oft weit von der tatsächlichen Umsetzung entfernt was ich intellektuell verstanden habe).
Wenn ich sehe, dass es Dinge in der Welt gibt, die nicht gut laufen, dann überlege ich ob oder auf welche Weise ich helfen kann, dass sich Situationen bessern... Da gibt es sicherlich unzählige Möglichkeiten.
Auch hier ist es sicherlich gut manchmal wie ein Manager zu denken: "auf welche Weise kann ich am effektivsten den meisten Menschen auf der Welt helfen?“... Und dabei seine Talente zu beachten und sie wirklich effektiv einsetzen... nicht nur für sich, die eigene Familie oder ein paar Menschen (auch das kann na klar wichtig sein) sondern möglichst „flächendeckend“...
* Bei Charity Work oder auch generell habe ich beobachtet, dass es immer wieder Führerpersönlichkeiten gibt, die sehr viel bewegen. Was da sicher ein Risiko ist, ist dass die Führerpersönlichkeiten zu viel Kontrolle in der Hand halten.
Wichtig ist, dass diese Führerpersönlichkeit andere mit einweist, in ihr Aufgabenfeld und ebenso die Kontakte auch an mögliche Nachfolger oder Vertreter weitergibt ... denn was passiert, wenn die Führerpersönlichkeit aus dem einen oder anderen Grund plötzlich aufhört zu existieren? Bricht dann alles zusammen?
Eine "Egofalle" kann sein dass eine Führerpersönlichkeit zu glauben beginnt "das kann nur ich managen", "ohne mich läuft nichts" oder auch "diese Kontakte gebe ich sicher nicht weiter... dann bin ich ja als Persönlichkeit nicht mehr im Vordergrund...“
* Sicher betreibe ich viel Aufwand mit meinen Mails und Weblogs, wusste auch am Anfang nicht, wofür das exakt gut ist, bekomme aber ständig mehr Feedback von Lesern aus den verschiedensten Ländern, dass mir zeigt, dass diese Arbeit wichtig ist. Und jetzt ist der Zeitpunkt da, wo verschiedene Zeitschriften Interesse bekunden, meine Bilder / Messages zu drucken... Das ist sicherlich eine verantwortungsvolle Möglichkeit etwas zur Meinungsbildung beitragen.
* Ich bin davon überzeugt, dass Gedanken Kräfte sind. Dass Gedanken
wirklich Berge versetzen können. Und so weiß ich, umso mehr Menschen die gleiche Art von Gedanken / Wünsche / Glaubenssätze haben / vertreten... um so mehr werden diese Form annehmen, also eine Realität werden. Ich denke also, dass ich mit meinen Bildern und Gedanken etwas beitragen kann... hoffentlich zu einer Steigerung der Hoffnung auf Frieden oder mehr noch, eine Steigerung von Frieden und Liebe, eine Steigerung des LEBENS der LIEBE... eine Steigerung
des Lebens Richtung Gott oder sagen wir eine stärkere Ausrichtung zum Realisieren des Göttlichen in einem selbst und in der Welt in der wir leben...
UEBER EURE MEINUNG zu diesem Thema freue ich mich besonders. Ihr koennt diese z.B. im nachfolgenden Kommentarfeld niederschreiben. DANKE.